Ratgeber · Haushalt

Viel Staub in der Wohnung: woher er kommt und was hilft

Staub entsteht drinnen und kommt von draußen herein. Mit den richtigen Gewohnheiten und dem passenden Sauger wird es deutlich weniger. Und was hinter schwarzem Staub steckt.

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Von Melanie Hirschberg · aktualisiert am · Über die Redaktion

Illustration im flachen Isometrie-Stil: Wohnzimmer mit geöffnetem Fenster, durch das Luft strömt, ein Regal mit feinen Staubpunkten, ein feuchtes Tuch auf der Kommode und ein Staubsauger am Boden

Das Wichtigste in Kürze

  • Hausstaub ist eine Mischung: Ruß und Abrieb von draußen, dazu Fasern, Hautschuppen, Haare und Partikel aus Kochen, Kerzen, Druckern und Kaminen.
  • Das wirksamste Mittel ist laut Umweltbundesamt regelmäßiges Lüften. Dazu kommen feucht wischen, regelmäßig saugen mit einem Gerät, das den Feinstaub zurückhält, und weniger Staubfänger.
  • Grau-schwarze, schmierige Beläge in der Heizperiode sind meist kein normaler Staub, sondern Fogging. Laut Umweltbundesamt sind sie nicht gesundheitsgefährdend.

Woher kommt der Staub in der Wohnung?

Quellen von Hausstaub nach Umweltbundesamt
Von draußenAus der Wohnung
Ruß, Reifen- und Bremsabrieb von StraßenTextilfasern aus Kleidung, Teppichen, Polstern
Stäube aus Industrie und KraftwerkenHautschuppen und Haare, auch von Haustieren
im Winter Holz- und KohleheizungenKochen, Braten, Backen, Toaster
Feinstaub, der durch offene oder undichte Fenster kommtKerzen, Rauchen, Räucherstäbchen, Kamin und Kaminofen
Schmutz an Schuhen und KleidungHeimwerken, Laserdrucker

Die Aufteilung folgt den Angaben des Umweltbundesamts. Zum Hausstaub gehören auch Hausstaubmilben, die sich von Hautschuppen ernähren. Wer darauf allergisch reagiert, findet Hilfe im Ratgeber Milben im Bett.

Warum ist bei mir besonders viel Staub?

  • Wenig Lüften: In wenig gelüfteten Räumen bleibt der Staub drin.
  • Viele Textilien: Teppiche, schwere Vorhänge, Kissen und Polster geben Fasern ab und halten Staub fest.
  • Haustiere: Haare und Hautschuppen kommen dazu.
  • Lage: An einer stark befahrenen Straße kommen mehr Ruß und Abrieb herein.
  • Gewohnheiten: Kerzen, Kamin, Rauchen und Straßenschuhe in der Wohnung erhöhen die Staubmenge.
  • Der Staubsauger selbst: Das Umweltbundesamt nennt Staubsaugen ohne Feinstaubfilter in der Abluft als eine Quelle für Feinstaub in Innenräumen.

Was hilft gegen viel Staub?

  1. Lüften: morgens und abends, kurz mit Durchzug. Laut Umweltbundesamt das beste Mittel gegen Staub. An Hauptstraßen nicht zur Hauptverkehrszeit.
  2. Feucht wischen: Ein feuchtes Tuch bindet Staub, statt ihn aufzuwirbeln.
  3. Regelmäßig saugen: damit sich Staub nicht lange ablagert, und zwar mit einem Gerät, das den Feinstaub zurückhält. Das Umweltbundesamt rät zu Staubsaugern mit zusätzlichem Filter.
  4. Staubfänger reduzieren: weniger offene Regale, Deko und schwere Textilien; Bezüge und Vorhänge regelmäßig waschen.
  5. Schuhe ausziehen: Straßenschmutz bleibt im Flur.
  6. Quellen meiden: nicht in der Wohnung rauchen, Räucherstäbchen vermeiden, Kerzen nicht rußen lassen und bei Druckern auf emissionsarme Geräte mit Blauem Engel achten.

Welcher Staubsauger den Staub zurückhält, hängt von der Bauart ab. Wasserstaubsauger mit Separator binden ihn im Wasser, Wasserfilter- und Beutelsauger brauchen dafür einen guten Filter. Mehr im Vergleich Wasserstaubsauger oder normaler Staubsauger und im Ratgeber für Allergiker.

Schwarzer Staub: Was steckt dahinter?

Plötzlich auftretende grau-schwarze, schmierige Beläge an Wänden, Decken, über Heizkörpern, an Vorhängen und Fensterrahmen nennt das Umweltbundesamt „schwarze Wohnungen“ oder Fogging. Typisch ist, dass mehrere Räume betroffen sind und die Beläge fast nur in der Heizperiode auftreten, häufig in frisch renovierten Wohnungen.

Als Ursache gelten schwerflüchtige organische Verbindungen, die zum Beispiel aus Farben, Lacken, Bodenklebern, PVC-Böden oder Vinyltapeten austreten, darunter Weichmacher. Sie lagern sich an Staubteilchen an und setzen sich ab. Laut Umweltbundesamt geht von den Ablagerungen keine gesundheitliche Gefährdung aus. Zum Entfernen und zu Fragen bei Mietwohnungen verweist das Amt auf seinen Ratgeber „Attacke des schwarzen Staubes“. Bei dunklen Flecken in Ecken oder an kalten Außenwänden sollte allerdings Schimmel ausgeschlossen werden.

Häufige Fragen

Woraus besteht Hausstaub?

Aus einer Mischung von Partikeln, die drinnen entstehen und von draußen hereinkommen. Das Umweltbundesamt nennt für draußen Ruß, Reifen- und Bremsabrieb sowie Stäube aus Industrie und Heizungen; für drinnen Kleidung und Schuhe, Kochen, Backen, Rauchen, Kerzen, Toaster, Laserdrucker und Kamine. Dazu kommen Hautschuppen, Haare und Textilfasern, von denen sich Hausstaubmilben ernähren.

Warum habe ich so viel Staub in der Wohnung?

Häufige Gründe sind seltenes Lüften, viele Textilien wie Teppiche, Vorhänge und Polster, Haustiere, eine stark befahrene Straße vor dem Fenster, Kerzen und Kamin, Heimwerken oder ein Staubsauger ohne ausreichenden Filter, der feinen Staub wieder in die Luft bläst.

Kommt durch Lüften nicht mehr Staub herein?

Laut Umweltbundesamt ist Lüften das beste Mittel, um Staub aus der Wohnung zu entfernen, weil mehr Staub hinaus- als hereingetragen wird. An stark befahrenen Straßen sollten Sie möglichst nicht zur Hauptverkehrszeit lüften.

Woher kommt schwarzer Staub in der Wohnung?

Grau-schwarze, schmierige Ablagerungen an Wänden, Decken und über Heizkörpern, oft in mehreren Räumen und fast nur in der Heizperiode, nennt das Umweltbundesamt Fogging oder „schwarze Wohnungen“. Als Ursache gelten schwerflüchtige organische Verbindungen, etwa aus Farben, Bodenklebern oder Weichmachern, oft nach Renovierungen. Eine gesundheitliche Gefährdung geht laut Amt davon nicht aus.

Welcher Staubsauger hilft gegen viel Staub?

Wichtig ist, dass der Sauger den feinen Staub zurückhält und nicht mit der Abluft verteilt. Das Umweltbundesamt rät zu Geräten mit zusätzlichem Filter. Wasserstaubsauger mit Separator binden den Staub im Wasser; was das für Allergiker bedeutet, steht in unserem Ratgeber dazu.

Wer hat das geschrieben?

Foto von Melanie Hirschberg

Melanie Hirschberg

Gründerin und Autorin von saugfuchs.com

Ist selbst Hausstauballergikerin, lebt mit zwei Hunden und putzt gern, mit einem ausgeprägten Sinn für Ordnung. Hat Vivenso und Hyla im März 2025 selbst nebeneinander getestet und vergleicht alle anderen Geräte nach offenen Kriterien, Bedienungsanleitungen und Datenblättern. Ein Prüflabor betreibt sie nicht.

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Quellen

  1. Umweltbundesamt: Lüften ist das beste Mittel gegen Staub, 18.08.2016. umweltbundesamt.de, abgerufen am 31.10.2026.
  2. Umweltbundesamt: Feinstaub in Innenräumen, Stand 14.06.2017. umweltbundesamt.de, abgerufen am 31.10.2026.
  3. Umweltbundesamt: Schwarze Wohnungen / Fogging-Effekt, Stand 17.12.2013. umweltbundesamt.de, abgerufen am 31.10.2026.
  4. Umweltbundesamt: Hausstaubmilbe. umweltbundesamt.de, abgerufen am 31.10.2026.